Von Trollen und Loas....

#1
Das Jahr 28. Der Cataclysmus hatte die Welt verwüstet. Nichts wahr mehr wie zuvor. Auf den Echoinseln herrschte Krieg gegen Zalazane und die Dunkelspeertrolle rüsteten sich gegen den finalen Kampf. Nur einer war nicht mehr unter ihnen. Jakk‘nog, Sohn des Tekjac, hatte sich ins Schlingendorntal aufgemacht. Ihm war jäh bewusst was er tat, konnte seinen anderen Gefühlen aber nicht einhalt gebieten. Auf dem Weg zu seiner ersten grossen Liebe die ihm geschrieben hatte, dass es ihr schlecht ging, versäumte er den Kampf gegen Zalzane in dem er sich als Krieger der Dunkelspeere hätte beweisen müssen. Jakk‘nog, der sich seit einiger Zeit nur noch Knox nannte, wegen der unverkennbar schlechten Beziehung zu seinem Grossvater der den selben Namen trug, verriet seinen Stamm in der Hoffnung mit Shalaa, der Trollin, zu der er unterwegs war, neu anzufangen. Ohne die Demütigungen seines Vorfahrs. Doch es kam anders als erwartet...

Shalaa hatte sich bereits vermählt. Ihr Vater hatte dafür gesorgt. Ihre Unzufriedenheit diesbezüglich hatte sich in Akzeptanz gewandelt. Und als sie Knox erblickte, wohl wissend was in seiner Heimat los war, konnte sie ihm nicht nachgeben. Sich und ihrem Stamm zugunsten, wollte sie nicht mit dem Stammlosen Knox gehen.
Über alle Massen endtäuscht, zog Knox weiter. Er konnte nicht zurück zu den Dunkelspeeren, da er der Überzeugung war, dass diese ihn nicht wieder bei sich aufnahmen. Also blieb er im Dschungel und wurde immer einsamer...

Nachdem einige Zeit vergangen war, und er das Alleinsein nicht mehr aushielt, wagte er es zurück in die Zivilisation. Vorsichtig. Herantastend. Erst beobachtete er nur und hörte zu wenn jemand etwas sagte. Verschwand dann aber wieder in der grünen, vertrauten Wildnis.
Eines Abends, als er von der Jagt nach Futter zurückkehrte, suchte ihn der Loa der Knochen und Geister heim. Knox erzitterte vor seiner Macht und glaubte, dass er nun für seine Tat büsen musste. Damit lag er gar nicht so falsch, doch die Bezahlung sah anders aus als erwartet. Bwonsamdi kam mit einer Nachricht von Jakk‘nog. Dem Vater seines Vaters. Der Deal den dieser mit dem Loa vereinbart hatte, sollte Knox‘ Strafe sein.
Gud, dann erzähl‘ ich eb‘n ma wie‘s zum Namen kam. Is ja n Spitzname wie euch sicha aufgefall‘n is... und eins sag ich euch glaich ma im Vorraus; Ruft mich blos nich bei meim richtig‘n Nam‘n, sonst setzts was, klah!
Bueno... also... ich heiss‘ Jakk‘nog... *knurrt* is der Name des Vaders meines Vaders... sollt‘ ihn wohl ehr‘n und den Namen mit Stolz trag‘n... Wa‘ die Idee meines Vaders Tecjak... dea hat zu Jakk‘nog - dem Alt‘n - aufgeseh’n wie ken andara... Was a aba nich‘ wusst war, dass dea Alde meine Mutta hasste... hatta aba nie gezeicht... nich so lang meine Eltan am leb‘n wa‘n.. dazu komm‘ ich noch, also spitzt die Lauscha... eazähl‘ die Geschichte nich‘ noch mal..
Als die Dunklspeere auf den Echoins‘ln kämpft‘n, unter andam auch meine Mutta und mein Vada... starb sie... die Loas mög‘n ihren Geist begleit‘n... iha Name wa‘ Amtali... und obwohl ich ja schon seit ich lauf‘n konnt mit‘m Speer umgeh‘n konnt, wa‘ sie imma in Sorge um mich. Sie befahl, dass ich beim alten Jakk‘nog bleib‘n müss‘... damit mia auch nix passiat... da hab ich gleich ma am eig‘n Leib erfahr‘n, wie ea üba mich und meine Mutta dachte... hab natüalich geschwieg‘n... voa den Alten hatte Troll respekt... *zuckt mit den Schultern* ich bin mia nich sicha ob meine Mutta davon wusst, oda überhaubt wie der Alte Jakk’nog tickte.... im nachhinein gabs da schon Anzeich’n füa.... tja... mierda... egal... also Amtali starb im Gefecht und das hat mein‘m Vada zugesetzt... wa‘ nimmer dea selbe danach. Aba wea konnt‘s ihm verüb‘ln... Eines Tages, kam so ne Gruppe fremda Trolle zu uns... nich‘ viele und ich weiss auch ga‘ nich‘ mea wie dean Stamm hiess... die ham mitgekämpft und Sach‘n mitgebracht füa die Verwund‘tn... und da hab ich Shalaa kenn‘ geleant. Shalaa Kuntar’aka. Sie wa‘ n Kind wie ich und wia wurd‘n Freunde. *blickt verträumt und lächelt kurz* Als iha Vada fand, dass es zu gefäahlich füa sie wa‘, schickt‘ ea sie mit ihra Mutta und n paa‘ anda‘n wieder dahin wo se hea gekomm‘n wa‘n... aber wie habn uns Nachricht‘n geschrieb‘n und Geschenke geschickt... das ging n paa‘ Jahre so... es ging auch noch weita als dann auch mein Vada Tecjak fiel und ich allein zurück blieb beim alten Jakk‘nog... dea wa‘ so bestürzt üba‘n Verlust seines Sohnes, dass ea kein Halt‘n mea fand. Ich musst‘ n hauf‘n Schläge einsteck‘n und durfte nich schrei‘n. Sonst hät‘n andere ausm Stamm das mitgekriegt. Und sag‘n duaft ich auch nix. Hät mia ja eh keina geglaubt. Und n altes ehr‘nwertes Stammesmitglied anzuschwärtz‘n... naja... *schüttelt den Kopf um die Erinnerungen zu verdrängen* Hab Shalaa natüalich davon erzählt... wia hatt‘n uns imma alles erzählt was so beim jeweilig‘n los wa... und ich schrieb iha, dass ich den Namen den ich unweigerlich trag‘n musst, zum kotz‘n fand. Jedes Ma‘ wenn ich ihn höate, versetzte mia das n Stich. Und ich wuad rasend voa Wut... Shalaa wa‘ echt verständnisvoll... und verwendete ohne drauf rumzureit‘n nua noch „Nog“ was sich dann zu „Nogs“ und „Nogsi“ *schüttelt sich gespielt angewidert* wandelte. Und‘m Ende wa‘ Jakk‘nog zu Knox, gesproch‘n Nogs geword‘n. Damit konnt ich leb‘n.
Das is die Geschichte hinta mei‘m Spitznamen... und wo ich grad dabei bin, kann ich auch gleich den Rest erzähl‘n, oda? Wen‘s intressiat kann ja bleib‘n und zuhöan... aba muss ea natüalich nich‘, ich mein... is mir egal.
*denkt ein wenig nach* Irg‘ndwann, ich wa‘ fast erwagsen, schrieb Shalaa, dass es iha nich so gud ging. Iha Vada wollt sie verheirat‘n. Wa‘ wohl son Büntnis zwisch‘n ihm und m andan Stamm... wie auch imma... sie schrieb, dass sie am liebst‘n weglauf‘n wüad... und ich... dea dämliche Peon witterte seine Chance. Wa‘ damals ganz schön verknallt müsst iha wiss‘n... wusst aba nich‘ das es iha nich so ging... aba das erfuha ich east als es zu spät wa‘... damit komm‘ ich zu dem Punkt, dea erklährt wie ich Stammlos wuad und jahre lang allein rum wanderte... Ich wa‘ siebzehn und sollte mich nu als Kriega beweis‘n. Im Endgültg‘n Kampf geg‘n Zalazane um die Echoins‘ln. Aba ich hatte nua noch Shalaa im Schäd‘l... und dea alde Jakk‘nog hat mia meine Entscheidung erleichtat... also hab ich mich aufgemacht... mich inne Aug‘n der Dunklspeere voam Kampf gedrückt... wa‘ mia aba egal, ich wollt zu iha... wollt sie hol‘n und sie rett‘n, sie iha‘m Vada wegnehm‘n. Ich wollt alles füa sie tun... ich verlies also die Dunklspeere und reiste zu Shalaa....
Aus ihan Brief‘n wusst ich wo ich se fand... das Schling‘ndorntal...
Als ich da ankam - hat untawegs ne menge Zeit zum nachdenk‘n, üba die Dunklspeere, Shalaa und so - erlebte ich die Demütigun‘ die ich voahin schonma erwähnt hat... Unterwegs hat ich ständig wechselnde Gefühle zwisch‘n Hoffnung un Reue.... ich hat Angst, dass mia meine Entscheidung den Hals brech‘n könnt, aba dann dacht ich wieda an sie.... und imma hin und hea... aba es gab kein zurück mea...und dann traf ich sie. Iha Stamm begrüsste mich freundlich... wenn auch etwas misstrauisch... die wusst‘n ja was auf‘n Echoins‘ln los wa‘. Und ich stand da. Wia hatt‘n uns jahre nich‘ geseh‘n... Als ich Shalaa sah, warf es mich fanst von ne Latsch‘n... sie wa‘ so unglaublich schön. Die lang‘n zu Zöpf‘n geflocht‘n blau‘n Haare... die spitz‘n leicht gebogn‘n klein‘n Hauer... die gross‘n grau‘n Aug‘n... *seufzt* Sie wa‘ erstaunt üba mein‘ Besuch. Sie wusst ja nix von... aba sie begrüsste mich herzlich... und wia quatschten lange... bis ich dann n Mut zusamm‘ nahm und iha gestand was ich voa hatte... wia hattn uns so gud verstand‘n... ich wa‘ nich gefasst auf ihre Antwort... Sie wollt nich mit mia komm‘n... in iam Brief klang se so verzweif‘lt... aba als ich ankam hatte se sich iham Schicksal schon gefügt... da wuad ich nervös und quatschte dumm rum, suchte nach na Lösung mit dea wie beide Glücklich wäan... aber nix... sie wuad nua wütnd... und schickte mich weg... ich weiss es wa‘ ehrlos den Stamm im Stich zu lass‘n... und heut wüad mia das im Traum nich‘ einfall‘n... aba es tat echt krass weh als sie mia das ane Kopf geschmiss‘n hat... das wa‘n ihre letzt‘n Woate an mich...
Verletz in mei’m Stolz verkroch ich mich im Schung‘l... verlernte den Umgang mit meinesgleich‘n... jahrelang wa‘ jag‘n, fress‘n und schlaf‘n das einzige was ich tat... bis ich endschloss wie dumm das wa‘... ich näerte mich wieda langsam n paa‘ Dörfan, hörte unauffällig den Leut‘n zu wenn se iner Kneipe soff‘n oda auf Strass‘n plaudaten... ich hat ne tiefgreifende Angst wieda veastoss‘n zu wean, wenn ich mich auf and‘re einlass... zum Teil, weil ich fand, dass ich das auch verdient hat... andraseits tat mia die Einsamkeit nich‘ gud... also hab ich mia n Herz gefasst und mich auf de Suche nachm neuen Stamm gemacht... ein‘ wo ich wieda gud mach‘n kann was ich voa Jahr’n verbockt hatte... und diesma, ich schwöas auf all die Loas um uns, wead ich Treue un Loyalität gross schreib‘n... nie wieda vergess‘nd was ich aus mein‘ Fehlan geleant hab....
Nua wa’ das nich genug... ich lag unta meim Baum im Tal und grübelte üba‘n Stamm nach und darüba wie ich die Kacke wieda gut mach... da wuad dea ganze Schung‘l auf einma grau un neblig. Ich hat im Leb’n nie so krass Schiss. Mia wuad ganz andas als mich da n Loa heimsuchte... is echt wah‘! Und ich wüad noch erfah‘n wie wah‘ das wa‘... Da schwebt also dea mächtige Loa dea Knoch‘n un Seelen voa mia un grinst mia fies ins Gesicht. Hab mich nich getraut was zu sag‘n... Bwonsamdi lacht. Ea sagt: „Wa‘ wohl der Letzte mit dem Du gerechnet hast, was?“ Ich wa‘ zu seha damit beschäftigt mia nich in die Hos‘n zu mach‘n als dass ich was sag‘n konnt. Da lacht dea Loa wieda. Aba nich lang... Von eina Sekun‘e auf die andre bäumt ea sich auf und schiesst auf mich runta. Ganz dicht voa mia bliebt ea reglos und starrt mia in die Aug‘n. Ich hatte das Gefühl ich könn in ihn‘ Seelen schrei‘n seh‘n... gequälte Seel‘n... zu denn wollt ich nich gehöan. „Dein Vorfahr‘ hat mich angeruf‘n und mir was köstliches gebot‘n, dafür dass ich dich such‘...“ sagt Bwonsamdi und weicht nich von dea Stelle. Ea schien wüt‘nd... auf mich... dann sagt ea: „Weisst du von wem ich red‘?“ Ich wa so in Panik... dass ich n Kopf geschütt‘lt hab. Wa’ n Fehla... Dea Loa durchfuha mein‘ Körper un mia wurd eiskalt. Ea tauchte voa mia wieda auf. „Ich geb‘ dia noch ne Chance...“ sagt ea und lacht wieda. Es schien als wäa sein Zorn nua gespielt. Heute weiss ich, dass ea den Auftrag hatte mia das Fürcht‘n zu lehan... Ich hab gezögat aba tippte dann auf Jakk‘nog. Zufried‘n hat dea Loa genickt un die Arme verschränkt. Ea sah auf mich herab und erklähate: „Ich hab‘ da n Deal mit ihm...“ ich wusst sofoat dass das nichts gudes bedeut‘n konnt. Ea sagt: „Dafür, dass ich dich find’ und bestraf‘, hat er mir seine weise alte Seele gegeb‘n. Und ich halt‘ meine Versprech‘n... ausser... du bietest mir etwas besseres?“ Ich konnt‘ nich glaub‘n was ea da sagte. Un’ ich konnt ihm auch nix biet‘n. Was wa meine ehrlose Seele denn schon wert? Dea Loa hat nich auf ne Antwort gewartet. Ea wusst dass mia nix übrig blieb, aussa seine Strafe anzuneh‘m. Aba um mich noch mea zu demütig‘n, verlangte ea dass ich ihm sagte wofüa ich bestraft wead... Ich gestand meine Fehla. Ich sagt‘ ihm, dass ich wisse, dass ich den Stamm verrat‘n hatte un dass ich wiedergutmachung leisten wüad... egal was es kostet... das nahm dea Loa des Todes beim Wort. „Deine Reue reicht nich‘ maan.“ sagt ea und lacht. „Ich hab‘ mir da schon was besonderes für dich ausgedacht.“ Ich sah zu dem gross‘n Troll hoch - volla Furcht. „Du willst n neuen Stamm, eh? Das werd‘ ich dir nicht einfach mach‘n.... wär‘ ja nich spannend. Hahahaha.“ Dea Loa spannte mich ewig auf die Folta... schliesslich verfluchte ea mich... „Sobald du dich an n Stamm herantastest... wird‘s ungemütlich für dich.“ Bwonsamdi grinst böse. „Dann wird dich ne Strafen heim such‘n. Bin gespannt wie du deinen neuen Freunden DAS erklährst...“ Mia lief es kalt n Rück‘n runta... mich verlies die Hoffnung, dass ich je die Chance krieg mich zu beweis‘n und zu zeig‘n dass ich seha wohl loyal bin... wenn ich m Stamm erzählen muss warum ich verflucht bin... mia wuad schlecht und der Loa labte sich an meim Leid. Oder vielleicht wa‘s auch Jakk‘nog, des‘n Seele nun in Bwonsamdis Aug‘n wohnte und mich volla Hass beobachtete... ich konnt nichts gegen tun... hab ehrfürchtig genickt... und der Loa löste sich in einem Wirbel auf. Der Schung‘l färbte sich wieda grün... n letztes Ma‘ hörte ich seine Stimme in meim Kopf: „Amüsier mich.“ Sein schallendes Gelächter verblasste und ich höate wieda nua die Schung‘lgeräusche....
Lange Zeit traute ich mich nich an and‘re Trolle heran... aus Angst voa dem Fluch... aba irgendwann hielt ich die Einsamkeit nich‘ meha aus. In dea Beutebucht höate ich dann von den Anduri.....
Jetz wo ich n Welpe der Anduri bin, wart ich jed‘n Tag drauf, dass Bwonsamdi seine Krall‘n über mia ausstreckt und das Werk meines Vadas Vada verrichtet... und ich hoff jede Nacht, dass der Stamm mich nich verstöst wenn ich es ihn‘ erklähr‘n muss... so wie Jakk‘nog es sich erhofft, seit ich voa ihm davon lief


Mitlerweile...

Nach und nach fühlt Knox sich wohler in der Anwesenheit der Trolle. Vorallem wenn er gesoffen hat, kommt er mehr -manchmal positiv manchmal negativ - aus sich heraus. Seine anfänglich zurückhaltende Persönlichkeit verblasst von Tag zu Tag etwas mehr. Und schon beinahe vergisst er, dass da noch etwas auf ihn lauert was ihm das Leben schwer machen will... und erst zuschlägt wenn er es am wenigsten erwartet...

Re: Von Trollen und Loas....

#2
Kurz vor den Anduri... (noch Stammlos)

Tage nach dem Besuch des Loas, tauchte dieser erneut auf. Inzwischen hatte Knox versucht Bwonsamdi ein paar Opfergaben zu überbringen, in der Hoffnung die Strafe möge dann nicht ganz so übel werden. Doch darüber verlor der Loa der Knochen kein Wort. Er schickte Knox nach Zandalar um Gonk, dem Loa der vielen Gestalten aufzusuchen. Knox war verwirrt. „Jakk‘nog meint, wenn de schon lebst wie n Tier...“ sagte Bwonsamdi gelangweilt auf seine Krallen blickend, „sollst de auch wie eins aussehn...“ er zuckte mit den Schultern und betrachtete den jungen Troll von oben herab. Bei dessen Gesichtsausdruck musste der Loa laut lachen. „Ey mann, siehs als Fluch oda Gabe, ich hab damit nichts zu tun. Ich halte hier nur mein Versprechen.“ Er zwinkerte und grinste dann fies. Noch verwirrter als zuvor, machte Knox sich auf. Nicht vergessend die Worte des Loas die in seinem Kopf wiederhallten: „Du bist n Troll maan... nutz die Gelegenheit un mach was draus....“


Eine Nacht vor Heute... (Welpenzeit bei den Anduri)

„N Markt? In Sen‘jin?“ fragte Knox seinen Mitwelpen der davon berichtet hatte. Dann zuckte er mit den Schultern. Dennoch neugierig reiste er mit dem Schiff zu den Echoinseln. Interessanterweise sprach ihn keiner an. Weder einen Gruss, noch ein böses Wort. Knox war sich nicht mal sicher ob die Dunkelspeere seine Anwesenheit wahrnahmen. Vielleicht erkannten sie ihn auch nicht? Wie dem auch sei - ins Geheim war er doch froh nicht von den verfremdeten Trollen angesprochen zu werden und möglicherweise irgendwelche Fragen zu beantworten. Knox freute sich, auf dem Markt ein paar Anduri zu treffen und hatte richtig bock auf ein Fest.
Es dauerte auch nicht lange. Kaum war er am Hafen von Sen‘jin angekommen, begrüsste ihn ein Stammesmitglied. Hiraki quatschte ihn fröhlich an und steuerte auch direkt in die Taverne des Ortes. Dort zeigte sie ihm ein Getränk welches voll reinbretterte. Sehr zur unzufriedenheit des Händlers für Speis und Trank.
Bald darauf erschienen auch Un‘tala, Bradoc und Zha‘di.
Auf dem Markt hatte Knox nichts erstanden. Er hatte auch nichts gebraucht ausser Gesellschaft. Allerdings blieb ihm am nächsten Tag nicht mehr viel in Erinnerung. Zu viel Alkohol zu wenig Futter. An die Blutelfe konnte er sich erinnern. Nicht an ihren Namen, nur dass sie furchtbar dünn ausgesehen hatte und so gut wie nichts an ihr drann war. Aber sie war freundlich gewesen und wurde von Knox’ Speisekarte gestrichen. Zumindest hatte sie sich nicht aufgespielt... war nicht wie die üblichen verwöhnten, hochnässigen, schmackhaften, saftigen Blutelfen. Nein, sie schien sogar interesse an ihrer verwandten Rasse zu haben. Auch wenn ihr ab und zu etwas heiss zu werden schien bei der vergleichsweise groben Art der Trolle und des Tauren.

Bald darauf verabschiededeten sich alle nach einander. Sehr viel mehr passierte auch mit Knox nicht. Mit schwerem Kopf, legte er sich nur noch schlafen um dann mit einem dicken Schädel wieder aufzuwachen. Den Fluch schon fast ganz aus den Gedanken vertrieben.



Aaah... krazz.... wa das n Fest... so gud, dass ich ga‘ nimma weiss was passiat is... eainnert mich an n and‘res Saufgelage ine Beutebucht... ich wa so voll... scheinba‘ hab ich n paa‘ Sach‘n zerfetzt... ich hab kein‘ Dunst mea... vadaamt... hoffentlich hab ich kein Scheiss gebaut letze Nacht... weads späta ane Gesichtan dea andan ables‘n könn... Nua gud das ich was gefuttat hab... sonst wüads mia jetz noch schlechta gehn... dieses veadammt krazze Zeug von Hiraki... wead ich mia merk‘n... Nachm futtan eainner ich mich an ne Elfe... die hat Brodoc aufm Markt aufgegriff‘n... keine Ahnung, aba wa ganz lusig zu seh‘n wie se sich n bisschen unbehaglich gefühlt hatte... hehehe... aba se wa ganz okay... wenn ich mia nu n Namen hätte meak‘n könn... muss ma Un‘tala frag‘n...

Re: Von Trollen und Loas....

#3
Tage später... lange Zeit ohne jedweden Gedanken an den Fluch (Welpenzeit bei den Anduri)
((startet Bald))


„Taz dia Knox... oder soll ich dich bei dei‘m richtig‘n Namen nenn‘?“ Da war er wieder. Herr der Seelen - Bwonsamdi - und überraschte Knox ganz unverhofft. Er hatte gerade jagt auf wilde Tiere gemacht um ihre Häute, Knochen und ihr Fleisch zu sammeln. Dabei hatte er nur an das wohlergehen des Stammes gedacht, dem er die Waren bringen konnte. Umso mehr versetzte der Loa ihn in Angst und Schrecken. „Hast dich gut eingelebt bei dein‘ neuen Freund‘n?“ Der knochige Schädel des Loas verzerrte sich zu einem breiten erwartungsvollen Grinsen. „Nun... s wird Zeit...“ Bwonsamdi hob seine Arme. Knox wollte ihn stoppen, ihn anflehen sich ihm zu erbarmen, doch er konnte sich nicht rühren. Nicht ein Stück. Und sein innerer Troll-Stolz tat seinen Beitrag dazu. „Trag es wie n Kerl, maan.“ wisperte es in ihm.
Knox wurde umhüllt von dunklem, violetten Nebel. Er beobachtete wie er um seine Beine kreiste und langsam seinen Körper hinauf kroch. Als er seinen Hals erreichte, streckte Knox den Kopf gen Himmel um zu verhindern, dass er dieses Zeug einatmete. Doch es half nichts. Sobald ihn der Nebel umschlossen hatte, fiel der Troll reglos ins Gras...

Ein Luftzug holte ihn ins Leben zurück. Benommen richtete er sich auf. Ein violetter Vogel schlug mit den Flügeln und schien Knox direkt anzustarren. Er hatte die selbe Farbe wie der Nebel... Urplötzlich erinnerte er sich an die Begegnung mit dem Loa und sah sich rasch um. Er war allein. Nur der Vogel, schlug hochmütig mit den Flügeln und wich nicht von der Stelle. Knox kniff die Augen zusammen und musterte das Viech. Vögel waren ja nicht unbedingt seine lieblings Spezies. Er schlug mit der Kralle nach ihm, doch der Vogel wich mit leichtigkeit aus.
Da wach ich also auf un bin wieda allein im Grün‘. Nua das hässliche Vieh flattert da voa meina Nase rum als häts n Lebenlang nix and’res gemacht... ich konnt mia das nich eaklähan... aussa.. dea Loa hat ihn dagelass‘n... wa das die Strafe? N Fedavieh das mich verfolgt...?
Bin dann heim gegang‘n und das Ding is nich von meina Seite gewich‘n... ich konnt es weda verscheuch‘n, noch umbring‘n, noch fress‘n... un glaubt mia... ich habs veasucht... das Vieh hat sich soga‘ gerächt un zurückgeschlag‘n. Hat gepickt un gekratz un mia Haare ausgerupft... un ich konnts nich aufhalt‘n... irg‘ndwie is es geg‘n meine physischen Angriffe immun... vielleicht sollt ich ma n Hex‘ndoc aufsuch‘n... oda will Bwonsamdi dass ich mich damit anfreunde? *verzieht den Mund angewidert* Muss ja echt nich sein... nee... bessa ich zeig das Ding ma wem... aba wea? Ein Stammo dea Anduri...? Vadaamt... *hrmpf* ... bleibt mia wohl nix and‘res mea übrig... das Vieh wiad ihn‘ sowieso auffall‘n... *holt tief Luft* Dann is die Stunde dea Wah‘heit bald gekomm‘n...

((Ooc: Ich versuch hier mal ein Charkterplot auftubauen der... hoffentlich über einige Wochen so gespiet werden kann. Das Meiste wird vermutlich bei „Zufalls-Begegnungen“ ausgespielt. Ich hab gehört es mangelt der Zeit am Plot-Ideen und viele sind grad privat etwas eingebunden, aber das macht ja nichts. Ich versuch mich da anzupassen und das Positive ist, dass sich die Story dann etwas länger rauszögern lässt. Bis da die meisten Knox und sein Laster kennengelernt haben wird so einige Zeit vergehn. Ich hoff dass ich hier, als Neustes Mitglied nich in irgendwelche Fettnäpfchen oder so trete.... wenn doch, dann sagt mir das bitte oO wichtig zu sagen ist, dass ich ohne RP kein WoW zocken kann... Rollenspiel ist das einzige was mich hier hält, und der mangel daran hatte mich vor einigen Jahren „aufhören“ lassen. Umso genialer find ich, euch Gleichgesinnte gefunden zu haben. Und es gefällt mir wirklich krass gut bei euch, der Stammaufbau, der Umgang, alles... Aber genug Süssholz geraspelt. ;)
Zurück zum Thema: Wer sich einbringen möchte mit Ideen und Anregungen, ich bitte darum. Brauche eure Hilfe sogar. Sonst muss ich alles „hintenrum“ spielen und festhalten, das wär ja nich das was ich will. Das tolle ist ja, dass man in nem guten RP, wie auch bei einer Schauspiel Improvisation, einfachmal ‚Ja‘ zur Vorlage sagt und sieht was passiert. Zumindest ist das meine Meinung... das RL funktioniert schliesslich ähnlich, und ohne ‚Ja‘, hat man kaum verfügbare Optionen und Interaktionen. Dann zieht man von dannen und hats... verpasst. Das ist natürlich nicht das Ziel... aber das muss man euch sicher nicht sagen. Und ich schweif schon wiedet ab... also:
-macht mit
-habt spass
-ich freu mich aufs ausspielen
Ich habe fertig (vorerst) :) ))

Re: Von Trollen und Loas....

#4
((Plot hat begonnen))

Knox hatte sich zum erstenmal überwunden und seine Geschichte seiner Bürgin Enyo anvertraut. Er erzählte ihr von Bwonsamdi und dem Deal den er mit dem alten Jakk‘nog gemacht hatte. Zu Knox‘ Überraschung und Erleichterung reagierte Enyo sehr gelassen - sogar Hilfsbereit. Sie berrichtete von ihrer Begegnung mit dem Loa der Seelen und verriet ihm welchen Deal sie mit ihm hatte. Da Knox keinen andere Ausweg wusste, und weder etwas mit dem Vogel der ihn verfolgte anfangen, noch ihn los werden konnte, willgte er ein sich von Enyos Mutter in die Geisterwelt bringen zu lassen. Und vielleicht mit der selben Tätigkeit, wie Enyo, sich einen guten Ruf bei Bwonsamdi zu erarbeiten. Knox konnte sich zwar nicht vorstellen wie dies zu bewerkstelligen war, doch wollte er es versuchen.
Nichts desto Trotz blieben Knox‘ Befürchtungen, wegen Verrat an seinem Stamm wieder verstossen und beschimpft zu werden, aus. Sein Grossvater und Shalaas Worte hatten in ihm eine Furcht entfacht die nun scheinbar unberechtigt war. Nur... wie lange?

*starrt auf den violetten Vogel* Haste das gehöat? Sie wiad mia helf‘n dich loszu werd‘n. *der Vogel krächzt* Ja ich weiss, dass se nich überzeugt is das de n böses Viech bist, aba ich bin imma noch der Meinung das du ein gemeina Pendejo bist. *starrt Knox böse an* *starrt böse zurück* Ich weiss schon was de denkst... aba weisste, wenn du mich so seha verabscheust, dann veapiss dich hald, eh... *schweigen* Achso! Du kannst nich.... oda willste einfach nich? Ich sag dia was Pendejo Vedavieh, ich kann dich mindestens genauso wenig austeh‘n... es wüad mia also nix ausmach‘n wende dein violett‘n Neb‘l nimmst un die Flatta machst... *betrachtet den Vogel der ungerührt vor ihm in der Luft flattert* Na gud... dann nich... wenn ich nua wüsst was du von mia willst... willste übahaupt was von mia? Soll ich was tun oda... besorg‘n? Oda... was weiss ich... ein‘ zur Strecke bring‘n? Sags mia einfach un wia bring‘n die Sache hinta uns... dann kannste n Abflug mach‘n un ich hab wieda meine Ruhe... *krächzt* *hebt mit einem erkennenden Blick den Kopf aus der nachdenklich aufgestützten Hand* Ich hab ne Idee, mann! Wie wäas wenn de einma krächzt füa ‚ja‘ un zwei ma füa ‚nein‘. Dann könn‘ wa komunizian! Was hälste davon? *blickt den Vogel erwartungsvoll an**krächzt zwei Mal* Hä? Wie jetz? Willste nich mit mia red‘n? Das is doch n guta Plan! Oda... warte... du verarschst mich grad, wa? Also biste einvastand‘n? Vielleicht will dea Loa ja wirklich das wa uns anfreund‘n, und Enyo hatte recht. *schweigt und starrt weiterhin finster* Alta! Das gibt mia grad irg‘ndwie Hoffnung eh! Also sach ma... *unterbricht Knox mit einem lauten Kreischen und erhebt sich leicht in der Luft* *zuckt bei der Lautstärke zusammen* *greift Knox an und kratzt, pickt und reisst an seinen Haaren und Haut*Ah! Höa auf! Nich schon wieda! Was hab ich dia denn getan, Mann! *schlägt um sich doch es nützt nichts* Okay! Okay! Wia wead‘n keine Freunde! Habs kappiat! Jetz höa endlich auf! *lässt von Knox ab und landet zu seinen Füssen* Maan... schau dia das an... bin ich nich schon zerfetzt genug? Un deine scheiss kratza veaheilen irg‘ndwie auch noch so vadammt langsam... un blut‘n wie sau... was bist du nua...?

Re: Von Trollen und Loas....

#5
Knox, nun Stammesmitglied der Anduri und immer noch gestresst und verfolgt von dem Vogel traf sich mit Enyos Mutter Rayha. Sie nahm ihn mit in die Geisterwelt und erfuhr dort was mit den Seelen nach dem Tod geschieht.
Rayhas Krokodil begleitete den Troll in die Pyramide des Loas der Seelen. Er hatte aber nicht erwartet das Bwonsamdi sich ihm zeigt. Die Begegnung mit ihm war mysteriös. Bwonsamdi sagte nicht viel sondern schmiss Knox aus der Geisterwelt und gewährte dem Vogel zu sprechen. Durch Knox‘ Körper. Der Geist der den seltsamen Vogel bewohnte sprang auf Knox über und übernahm all seine mentalen und motorischen Fähigkeiten. Rayha hatte de Chance mehr über ihn herauszufinden. Dabei stellt sich heraus dass es Jakk‘Nog, Knox‘ Grossvater war, der ihm nichts gutes wollte. Alles was Knox bissher wusste war, das dieser voller Zorn nach Rache gelüstete. Dies hatte Bwonsamdi zumindest gesagt, als er Knox das erste Mal im Dschungel besuchte. Der Geist bestätigte dies auch noch. Und es schien auch durchaus plausibel. Jakk‘Nog war im Leben nie besonders gutherzig gewesen. Knox hatte als Kind unter ihm gelitten und glaubte dem Loa aufs Wort als er von seinen Absichten erzählte.
Aufgewachsen mit einem ausgeprägten Sinn für Loyalität zum Stamm und dem Verständnis für Ehrhaftigkeit, konnte Knox sich durchaus vorstellen, dass der „Fehler“ den er vor Jahren begangen hatte ihm nun zum Verhängnis wurde.
Nur gab es da einige Anzeichen und Erinnerungen die nicht ganz passten. So sehr Knox sich anstrengte... er kapierte den Zusammengang einfach nicht.


Ein Abend in Gedanken (Stammo-Zeit)

Nach einem anstrengenden Abend mit Enyo und Zha'di, machte Knox sich auf den Weg zu den Echoinseln. Sie waren im Dschungel unterwegs gewesen und Enyo war so gerissen ihre Trainingseinheit in eine Geschichtsstunde zu verpacken. Geschichte über Knox. Dies hatte den ungeübten Wandler so sehr ins grübeln gebracht, dass er vergass wie schmerzhaft die Prozedur des Gestaltwandels sein kann. Doch die Wanderung half nicht nur Knox' Fähigkeiten in den Griff zu bekommen, sondern fanden die drei ebenso heraus, dass der Vogel keinerlei Anstalten machte nach irgendeiner Pfeife zu tanzen. Enyo versuchte es mit Beleidigungen, die den Vogel etwas unruhig werden liessen, jedoch kamen sie nicht weiter damit. Selbst Mitgefühl und Aussagen die dem Vogel, oder besser der Seele darin, beteuerten wie traurig sein Leben sein musste, wirkten nicht. Dafür aber, warf Enyo den Verdacht ein, dass Jakk'Nogs Geist womöglich selbst Schuld an den, aus seiner Sicht, feigen Handlungen seines Enkels, sein könnte. Dies quittierte der Vogel mit schweigen. Ausserdem brachte Enyo Knox dazu, über den Hass seines Grossvaters nachzudenken. Er musste ehrlich gestehen, dass er darüber nie wirklich nachgedacht hatte. Aber er war sich beinahe sicher, dass es nicht nur an seiner Mutter Amtali hatte liegen können. So hatte Knox nun zwei Dinge die er erledigen wollte die ausserdem noch zu seiner Kastenwahl passten. Er wollte Informationen Sammeln. Informationen über seine Vorfahren. Vielleicht würde er dort einen Hinweis finden...

In der Nacht suchte Knox also das Grab seiner Mutter auf. Er legte ein geschnitztes Tier darauf. Ein Handwerk welches er einst von seinem Vater gelernt hatte. Das Verhältnis zu seinen Eltern war recht gut gewesen, doch fühlte er sich mit seiner Mutter immer etwas mehr verbunden. Zumal der Vater seines Vaters sowohl Knox, als auch seine Mutter Amtali immer mal wieder schlecht behandelte.
Auf den Echoinseln sass Knox vor dem Grab und dachte nach. Nichts spezifisches. Er wollte nichts erzwingen. Erst beobachtete er den Vogel wie er vor ihm auf und ab hüpfte und so unscheinbar schien als wäre es ein ganz normales Federvieh. Seine Gedanken schweiften zu seinem Grossvater und dann zu seiner Mutter. Er sass da und starrte ins Leere.
Hast mia das Flieg'n beigebracht und alles was ich sonst noch so kann.
Hast mia gezeigt wie man geht und wenn man fällt wieda aufsteht.
Hast mia jedes Geheimnis vasucht zu eaklär'n, dass ich mit off'nen Aug'n durch's Leben geh'.
Auch wenn ich's imma schon wusste, dass du es bist, dea das Paket unta die Tanne legt.
Hast mich nich imma vastand'n, wenn ich so wa', wenn ich statt einem Freund einen Feind in dia sah.
Und wenn ich heute zurück blick, dann versteh ich das auch nich.
Ich weiß nua, dass was passieat is, hat zwar Wund'n geriss'n, aba niemals die kleinste Narbe hintalass'n.
Ich hoffe, dass du das weißt, auch wenn ich's dia niemals gesagt hab.

Das is wohl, dass Schicksal dea Zeit, dass sie irgendwann vastreicht.
Das aus Jahr'n ein Moment wiad, auf den man irg'ndwann zurückblickt.
Und könnte ich etwas ändan, dann nua das eine, dass ich dia nochmal gesagt hätt', dass ich dich liebe und dea Moment jetzt bei mia is, dia zu sag'n, dass ich stolz auf dich bin.

Un heute stehe ich an deinem Grab und sag dir alles was ich dia niemals gesagt hab,
weil du Fortgegang'n aba niemals ganz gegang'n bist.
Ich bring' dia etwas mit, aus mein'm Leb'n, damit du weißt, dass es mia gut ergang'n is.
Sorg' dich nich um mich - wo du auch bist.


Kärbholz - Abschied
Irgendwann gesellte sich jemand zu ihm. Ein Troll der schon einige Jahre diese Welt beseelte. Seine Haare lang und grau. Die Haut voller Falten, die Lippen spröde und ein Hauer abgebrochen. Als Knox den Schatten über sich bemerkte sah er auf.
Der alte kam ihm bekannt vor. Er musste ihn als Kind gekannt haben, doch der Name fiel ihm nicht ein. Der Troll nickte Knox zum Gruss zu und stützte sich auf seinen Stab. Er betrachtete das Grab von Amtali. Lange Zeit sagte er nichts. Nebeneinander schwiegen sie das Grab an, Knox im Schneidersitz, der Alte stehend. Irgendwann brummte er: „Du warst lange Zeig nich‘ hier.“ Knox sagte nichts und wartete. „Es is‘ gut, dass du dir Zeit für deine Vorfahr‘n nimmst... auch wenn sie nich‘ mehr unter uns sin‘.“ Wiedee schwieg Knox. Er wusste nicht was er darauf antworten sollte. „Wie ist es dir ergang‘n, Jakk‘Nog?“ Knox erstarrte bei diesem Namen bis er begriff dass er selbt gemeint war. Er sah zu dem Troll hoch. „Ma‘ so, ma‘ so...“ er zuckte mit den Schultern. „Bist du zufried‘n?“ fragte der Alte mit grummelnder Stimme. „Sicha.“ „Sie war‘s auch.“ antwortete dee Troll und wies mit dem oberen Ende des Stabs zu dem Grab. Verwirrt sah Knox dem Alten ins Gesicht. Dieser nickte bestätigend. „Zufried‘n womit?“ hakte Knox nach. Ein Lächeln huschte über das Gesicht des Trolls. „Mit dir.
Was meinste mit?“ Knox war verwirrt.
„Sie sprach sehr oft mit mir üb‘r dich.“
Knox wartete.
Un du hast dich gut geschlag‘n.“
„In dem ich abgehau‘n bin?“
Der Alte schüttelte den Kopf. „Nimm das nich‘ so wichtig... wenn‘s dich wo hinzieht musst du dein‘m Herz folg‘n.“
„Dann gibt es nix worauf se hätte stolz sein könn‘...“ knurrte Knox und betrachtete wieder das Grab. Der Vogel blieb stumm.
Ich weiss von der Beziehung zu dein‘m Grossvater. Un was du schweig‘nd ertrag‘n hast. Genau wie sie.“
Nun doch hellhörig, blickte Knox ihn an, verwundert, interessiert.
„Eazähl mia davon.“ bat er. Der Alte schwieg, dann nickte er mit dem Kopf richtung Siedlung. „Reden wir.“

Re: Von Trollen und Loas....

#6
Knox betrat hinter dem Alten die Hütte und sah sich um. Eine Menge Kram hieng an den Wänden. Masken, Federn und Kräuter. Der Alte setzte sich scheinbar angestrengt in der Mitte der Hütte auf einen von zwei Teppichen. Mit dem Stab lud er Knox ein sich ebenfalls zu setzten. Knox tat wie ihm geheissen und sah den Alten dann erwartungsvoll an.

Wusstest du, dass dein Grossvater früher ein guter Freund von mir war?“ Knox sagte nichts. Er konnte sich nicht vorstellen das Jakk‘Nog jemals hatte Freunde gewinnen können. „Wir kannt‘n uns seit wir Welp‘n war‘n. Und er hatte nie etwas geg‘n Amtali... oder dich...“ Knox horchte auf dann schaute er hinter sich auf den Vogel. Er murmelte: „Da bin ich aba andara Meinung mann.“ Der Alte hatte ihn wohl nicht gehört und sprach weiter. „Er veränderte sich, das stimmt, aber so wie deine Mutter mir erzählte, war dies nur... eine Art... Show.“Was?!“ Hatte Knox gerade richtig gehört? Der Alte nickte langsam und begann damit eine Pfeife zu stopfen. „Was soll‘n das heiss‘n eh?!“ wollte Knox wissen als der Troll nicht antwortete. Dieser hielt ein Streichholz an die Pfeife und paffte. „Amtali erzählte, dein Grossvater hätte sich bei ihr entschuldigt... im voraus so zu sagen. Aber warum er diesen Schritt gemacht hat, weiss ich nicht. Ich bin mir nich‘ mal sicher ob deine Mutter es wusste.“ Knox wurde ungeduldig. „Alta! Ich vasteh kein Woat!“ Nun musterte der alte Troll Knox, kaute an der Pfeife und wechselte den Blick zu zu dem Vogel ehe er erneut Knox in Augenschein nahm. „Irgendwann... von einem Tag auf den Ander‘n... trat diese merkwürdige Veränderung auf. Wenige Tage nachdem er sich bei Amtali entschuldigte und bevor du das dritte Leb‘nsjahr erreichtest.“Un wieso das?“ fragte Knox und sah neugierig drein. Der Alte schüttelte den Kopf. „Ich weiss es nicht.“ Knox atmete die ganze Anspannung mit einem Atemzug endtäuscht aus. „Na toll... ich bin imma noch kein‘ Schritt weita als zuvoa....“ Der alte Troll, dessen Name sich Knox noch immer nicht erschlossen hatte, hob eine Braue. „Hast du was bestimmtes erwartetet?“ Beinahe erschrocken sah Knox den Alten an. „Ne ne...“ sagte er schnell und hob entschuldigend die Hände. „Ich dacht nua... vielleicht...“ er linste zu dem Vogel. „ich wüad rauskriegen warum dea Vogel da mich vafolgt...“ Nun war es an den Alten neugierig zu blicken. Knox seufzte und sah zur Seite. Dann fasste er sich ein Herz und erzählte dem Troll alles was er Enyo und Rayha auch schon erzählt hatte.
Seit wann is‘ er denn bei dir?“ fragte dieser nachdem Knox geendet hatte. „N paa‘ Woch‘n oda so.“Seit dem Tag als der alte Jakk‘nog starb?“ Knox sah auf und zuckte dann mit den Schultern. „Wah‘scheinlich, soll ja seine Seele sein die da drinn wohnt.“ Der Alte schwieg lange ehe er sagte: „Weisst du Junge, mir fällt da glaub was ein...“ er paffte die Pfeife nachdenklich und sein Blick richtete sich wieder auf Knox. „Die Veränderung von der ich sprach... begann wenige Woch‘n nachdem Gar‘non... dein Urgrossvater starb.“ Nun machte Knox grosse Augen. „Meinste diesa Fluch hängt schon viel länga an meina Familie? Aba warum?“ Wieder schüttelte der Alte den Kopf. „Das kann ich dir nich‘ sag‘n. Auch nich‘ ob das der Fall is‘.“ Un was mit mei‘m Vata? Warum wusste dea von nix?“Dein Vater starb vor Jakk‘nog. Möglicherweise liegt es daran. Wenn es ein Fluch is‘ dann wurde er durch seinen Tod möglicherweise übergang‘n. Und es gibt ein Gerücht im Dorf....“ der Alte senkte die Stimme unheilvoll. „Es heisst, dass dein Grossvater ihn umgebracht haben soll.“ Schockiert sah Knox den Troll an. „W-was? Nein, ea is im Kampf gefall‘n.“ Der Alte zukte mit den Achseln. „Hast du‘s geseh‘n? Hast du sein‘ tot‘n Körper zu Grabe getrag‘n?“ Knox musste beide Fragen mit Nein beantworten. „Aba... sie sagt‘n...“ Knox stockte und sprach leise nachdenklich weiter. „dea Alte sagte... ea sei im Kampf gefall‘n und... seine Leiche... vaschleppt...“ mit einem begreifenden Schimmer in den Augen sah Knox auf. „D-das...“Es is‘ nur ein Gerücht. Es gibt keine Beweise.“Aba es könnte wah‘ sein!“ Knox traute diesem Arschloch schon beinahe alles zu. Aber seinen eigen Sohn zur strecke bringen? Knox war unschlüssig und sauer zugleich. Der alte Troll wog den Kopf hin und her - seine einzige Antwort. Wütend stand Knox auf. Er sah mit geballten Fäusten auf den Vogel der ruhig und unberührt da sass und zu ihm hinauf starrte. „Du solltest über die Sache schlaf‘n.“ meinte der Alte der ruhig sitzen geblieben war. „Und lass dich nich’ zu sehr vom Bedeutungslosen ablenk‘n.“

Re: Von Trollen und Loas....

#7
Etwas nervös folgte Knox Rayha auf den Friedhof. Es war wieder so weit... die Geisterwelt ruft. Die ganze Nacht hatte Knox damit verbracht die Dinge zu sammeln die Rayha halfen ihn mit ‚hinüber‘ zu nehmen. Und Tags darauf hatte er den Typ auf den Echoinseln erneut besucht und ihn nach einem Gegenstand seines Grossvaters gefragt. Dieser konnte ihm allerdings nur eine antike Klinge auf den Weg geben. Sie hätte seinem Vater gehört und Knox nahm sie dankend entgegen. Er verzichtete darauf ihn zu fragen wie er an das Messer gekommen war, denn Knox war in Eile. Ausserdem erfuhr er zwei weitere Tatsachen, die Knox allerdings eher endtäuschten, da sie so unwichtig schienen. Das eine handelte davon, dass Knox‘ Grossmutter früh an einer Krankheit starb. Dies bedeutete, sie würde ihm nicht mehr helfen können, was Jakk‘nog anging. Das andere erklährte Knox, dass seine Mutter, bevor sie Stammlos wurde und schliesslich auf seinen Vater traf, dem Stamm der Bruchhauer angehört hatte. Dieser Verbündete Stamm würde wohl kaum Jakk‘nogs Wut entfacht haben
können.... oder?
Abends traf Knox sich mit Rayha, die Klinge fest in der Kralle.

Genau wie beim letzten Mal, führte Rayha das Ritual durch und versetzte sich und Knox in die Geisterwelt. Dort lies sie ihr Krokodil mit hilfe des Gegenstands nach Knox‘ Vater suchen....

Wa‘ ja echt n Hamma... hät ja nich‘ erwartet da wirklich mein Vata zu treff‘n... echt krazz... aba dann stand dea voa mia un sah auch aus wie ea... nua irg‘ndwie... geistahafta eb‘n... un ea bewegte sich auch andas... ea wa so vatraut un gleichzeitig wie n fremda... damit kam ich ma ga‘ nich kla... hab erst kein Woat rausgebracht... da hat Rayha sich eingeschaltet un die Frage alla Frag‘n gestellt... oba was üban Vogel weiss.
Naja, scheinba nich... aba so wie ea berichtete, hat Grossvater... also dea Vata meines Vatas... faak is das vawirr‘nd.. also dea wuad auch vafolgt... aba nich von nem Vogel, sondan von na Schnecke... die klebte an seins Haut un ea wuad das Ding nich los... so wie ichn Vogel nich.
Also wies ausschaut, ises eb‘n doch n Fluch... und dea klebt an meim Stammbaum... un so wie mein Vater gesagt hat, soll in dea Schnecke die Seele von dessen Grossvata gesteckt hab‘n... ich weiss aba nich ob dea damals auch son Arschloch wa, wie mein Grossvata... un ob ich dieses Schicksal auch noch teil‘n muss... denn scheinba wa Jakk’nog nich absichtlich so mies drauf... Scheisse... ich will nich so weadn wie ea... nua wegn nem Fluch... dea hat den Alt‘n Jakk‘nog dazu gebracht mein Vata umzubring‘n... ja habta richtig gehöat... mein Grossvata hat mein Vata gekillt... un warum? Das weiss wieda ma keina... der Geist meines Vatas meinte er habe sich entschuldigt bevoa ea seinem eigenen Sohn die Kehle aufgeschlitzt hat... un das ea will dass sein Herz schwea wird... damit seine Seele gefress‘n wird wenna voa die Waagschale tret‘n muss... Warum auch imma... mein Vata meinte, darauf wisse wohl nua noch Samdi persönlich Rat......... jed‘nfalls muss ich mich jetz vasteck‘n... Rayha hat vahängt, dass sich mia kein Stammo allein nähan darf... füa den Fall das ich wegen dem Vogel auch noch duachdreh wie dea Alte weg‘n dea Schnecke...
jetz hock ich hia... varrat ich natüalich nich wo... aba ich hock hia un hab Zeit zum nachdenk‘n. Zu viel Zeit zum nachdenk‘n... es is wieda wie damals im Schungel.. einsam un allein... da hat dea Alte... oda dea Vogel.. oda wea auch imma wohl eareicht wasa wollte...“

Re: Von Trollen und Loas....

#8
Geduldig, von absoluter Ruhe umgeben und mit neutraler Mine, tat Knox den letzten Schnitt in das Holzstück. Er betrachtete die geschnitzte Figur, pustete einige lose Späne fort und entschied, dass er mit seiner Arbeit zufrieden war. Er steckte die Klinge seines Vaters in den Gürtel und stand auf. Es war kühl in der Höhle und leise tropfte Wasser von der Decke. Knox stellte die Figur die ihn selbst darstellte zu den anderen die er in den letzten Tagen hergestellt hatte und betrachtete die Schaar von Trollen. Im Schneidersitzt, nachdenklich besah er sich jede einzele der Figuren. Angefangen mit dem Abbild des Jins Toshi, Glokta‘jin, Enyo, Zuljierie, Zebwa, Rayha, Un‘tala und all den anderen Stammesmitgliedern die er kennenlernen durfte. Und am Ende der Reihe er selbst. Beharrlich und mit viel Liebe zum Detail hatte er die Figuren ausgearbeitet, wärend er ohne auf einen grünen Zweig zu kommen, über seine Situation nachgedacht hatte. Den Vogel stehts wie ein Schatten im Rücken. Doch Knox ignorierte ihn. Er wollte nicht mehr mit ihm sprechen.
Nun nahm er erneut die Klinge und besah sich die scharfe Schneide. Schliesslich schnitt er sich damit in die linke und sah zu wie Blut aus der Wunde quoll. Bald füllte sich seine hole Klaue mit seinem Blut. Dem Blut des Stammes. Mit dem Blut, das er auf der Klippe getrunken hatte. Er ballte die Hand zur Faust und hielt sie über die erste Figur. Das Blut tropfte unten heraus und färbte die kleine Schnitzerei des Jins rot. So machte er es mit allen Holzfiguren. Auch mit seiner eigenen. Der Vogel der ahnte was Knox vor hatte, schien wütend zu werden. Tagelang hatte er ihm einfach nur zugesehen. Stumm, langmütig... doch nun krächzte er laut. Knox zuckte nicht einmal. Zu oft schon hatte ihm das Vieh die Haut mit seinen magischen Krallen lädiert und mit dem Schnabel fiese Wunden gerissen. Er zog den Kopf ein und lies das Federfieh machen, in der Hoffnung es würde bald wieder aufhören wenn er sich der Wut nicht hingab. Bald kauerte er geduckt vor den Figuren wie ein huldigender Untertan vor einem König, die Arme über dem Kopf, wärend der unverwüstliche violette Vogel nun an Knox‘ Körper schnitzte, wie er zuvor das Holz...
Wie erwartet hatte aber auch der Geist in dem Vogel keine unbegrenzen Kräfte und musste bald inne halten und sich ausruhen. Knox, der auf diesen Moment gewartet hatte, stand auf, räummte alle Figuren in einen Sack und verschnürrte ihn gut. Dann versorge er die Wunden mir den Salben von Un‘tala und betäubte die Schmerzen mit einem grossen Schluck Alkohol. Daraufhin nahm er den Sack und verlies die Höhle. Draussen im Dschungel drehte er sich in die Richtung in die er wollte und machte sich auf den Weg. Der Vogel folgte.

Er wandelte sich in die schnelle Katzengesralt und raste auf seinem Weg dahin. Der erschöpfte Vogel flog hinterher, wenn auch mit einigem Abstand.
Blätter knirrschten unter seinen Tatzen, er sprang über Wurzeln und machte keine Pausen. Erst als er an einem stillen Ort ankahm an der ein Schrein stand. Knox trat näher und wandelte sich erneut in seine normale Gestalt und dankte Enyo im stillen für ihr Training. Mit dem Sack trat er an den Schrein an dem Kerzen glüten, Schädel grinsten und Totems mit prächtigen Federn ihn verzierten. Er war errichtet worden um dem Loa der Toten Opfergaben zu bringen. Knox war noch nie von einem Loa durch Opfergaben erhört worden. Wesshalb er auch nicht wusste wer denn sein Loa war. Und er wusste langsam auch nicht mehr was er tun sollte um endlich „erwählt“ zu werden. Aber aufgeben kam nicht in Frage. So kniete er sich vor den Schrein, nahm den Schädel vom Kopf und legte ihn mit der Öffnung nach oben auf die Steinplatte. Auch das Tier dem dieser Schädel gehörte, hatte er versucht zu opfern. Er wusste nicht war es angenommen worden oder nicht. Der Schädel war jedoch übrig geblieben. Ansonsten gab es keine Anzeichen für irgendwas. Also hatte er ihn einfach aus einer Eingebung heraus aufgesetzt und trug ihn nun als Zeichen für sich selbst. Das Zeichen welches ihn daran erinnerte, dass kein Loa ihn für Würdig genug hielt. Aber auch als Erinnerung daran, dass er weiter suchen wollte. Und nun legte er seine mit Blut vollgesogenen Holzfiguren in den Schädel und kniete weiter schweigend davor. Er hörte auf daran zu denken, was er von diesem Vorhaben erwartete und dachte stattdessen ganz fest an das was er nicht verlieren wollte. Sein Stamm, sein zu Hause, sein Leben.

Dann zündete er die Figuren an.
Opferte sie und die Zeit und Liebe die darin steckten.
Sah zu wie der Rauch hinauf stieg, sah zu wie die Figuren schwarz wurden und als Asche auf den Grund des Schädels rieselten.

Der Schädel rauchte aus den Augen und den Nüstern. Knox kniete davor schloss die Augen und obwohl er sich so jung und dumm fühlte wie selten zuvor, weil er einfach nicht wusste was er tat und ob es nützte und er nie mit Loas zu tun hatte, dachte er an alles was er hatte und schätzte.
Und hoffte....
hoffte und betete dass er nur dieses eine Mal angehört wurde. Nur ein einziges Mal und er schwor danach nie wieder um irgendwas zu bitten.
Das Feuer erlosch, die letzten dünnen Rauchschwaden banten sich ihren Weg in den Himmel. Der Schädel voller Russ um die Öffnungen.
Knox kniete immernoch.
Er wartete und wartete.
Er kniete bis er nicht mehr knieen konnte... schliesslich stand er auf und starrte die Asche an. Der Vogel hüpfte neben den Schädel und als Knox glaubte Hohn in seinen kalten Augen zu sehen packte ihn die Wut und er wischte mit einer Handbewegung und aller zornbessener Kraft den Schädel gen Vogel. Der Schädel flog auf die Wiese überschlug sich und zog eine Aschewolke hinter sich her. Der Vogel blieb unversehrt und starrte Knox an. Schwer atmend starrte Knox zurück, brüllte das Vieh an und hieb mit der Faust auf es und schlug sich die Klaue blutig. Der Vogel starrte nur. Knox gab es auf und drehte sich weg. Er hielt sich das Handgelenk und versuchte die Finger der verletzten Hand zu bewegen. Bis auf den dritten schaffte er das, wenn auch unter schmerz und Anstrengung. Er seufzte. Verfluchte sich dass er dem Zorn nachgegeben hatte, wo er doch genau wusste dass es nichts brachte. Knox drehte such zum Schrein. Der Vogel schwebte. Wo er gesessen hatte wintzige Bluttröpfchen von der Aufgeschürften Hand. Sein Blick schweifte zu dem Schädel der achtlos herum lag. Er ging zu ihm hin und hob ihn mit der gesunden Klaue auf und pustete die Asche weg. Gerne hätte er ihn etwas sauber gewischt doch mit der kaputten Hand war dies unmöglich. Jede Berührung schmerzte. Also nahm er den Schädel einfach an sich und machte sich auf den Weg zurück.
Auf zwei Beinen...

In der Höhle starrte er seine schmerzende Hand an. Er hatte gehört, dass einige Trolle in der lage waren sogar ganze Gliedmassen wieder nachwachsen zu lassen... und er schaffte es nicht mal die Narben des Vogels zu regenerieren.... dafür brauchte man den Segen eines Loas... nicht einen Fluch...

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