Blut in der Nacht

#1
Aus dem Schlaf gerissen. Traumbilder von Blut im Dunkel. Die Klaue berührt den neben ihm liegenden warmen Körper. Sie schläft, ruhig, mit gleichmässigen Atemzügen. Er richtet sich auf. Getrieben blickt er sich um. Über der Hütte der dunkle Nachthimmel, wolkenlos und sternenklar. Die Nacht ist warm. Die Geräusche des Dschungels, und der Siedlung sind normal, nichts ungewöhnliches, aber eine Unruhe hält ihn gefangen. Eine Unruhe, begründet durch die Bilder seines Traums.

Leise steht er auf, doch sie spürt es und wacht ebenfalls auf. "Penn waita Babe", flüstert er ihr zu, doch sie ist nun auch hellwach. "Was ist los?" Er zündet eine Fackel an, das flackernde warme Licht erhellt die Hütte. "'s is was los, Babe. 'ch seh Blut un hör Dinge in der Nacht" sagt er während er sich anzieht. "Wohin gehst du, Glokta?"

"Zum Altaa hoch, mach dia kain Kopf. Hir'eek ruf' mia... Wobai ... ea ruf' nich direkt ..." Sie schaut ihn beunruhigt an. "Du drückst dich verdammt unklar aus." "Aye, is so, kann's nich klaara ausdrückn. Is meah so'n Feelin'." Sie nickt, sie kennt genug vom Bokus-Bizz. "Soll ich mitkommen?" fragt sie. Er schüttelt den Kopf. "No Babe, wiad wohl nich lang dauan. Nua nach'm Recht'n seh'n un dann wieda zurück zu dia."

Ein Zwinkern zwischen den beiden, eine kurze Umarmung und er verschwindet in der Nacht. Sie bleibt im Licht der Fackel, nachdenklich und mit einem nachdenklichen Ausdruck. "Loa mit dir" flüstert sie ihm hinterher.
Mad, Bad, and Dangerous To Know.

Re: Blut in der Nacht

#2
Leise Schwingen durchschneiden den Nachthimmel, der Vollmond wirft sein Licht auf die Mauern von Zul´Gurub.
"de Loa mit dia mon " Dakojans Klaue tätschelt über das Fell der Fledermaus die kurz nervös in der Luft tänzelt "dia weiss wie de Sache läuft hast s Vertraun vom Stamm" .
Kurz folgen er noch dem Schatten der sich auf den Hireek-Tempel zu bewegt, eh der Fledermausreiter sich in die Nacht aufmacht.

Re: Blut in der Nacht

#3
Aufgewühlt erreichte Glokta den Platz mit den Altären, den Schädelhaufen und den Totems. Alles sah normal aus als er um sich blickte. Die gras- und moosbewachsenen Mauern aus vor langer Zeit gehauenen, grossen Steinblöcken erwiderten seinen Blick. Dennoch ... etwas fehlte. Die im so lange vertraute Präsenz Hir'eeks. Er schaute in die Richtung, aus der Hir'eeks Avatar zu erscheinen pflegte, wenn er sich denn Glokta zeigen wollte. Doch nichts und niemand trat da aus dem Schatten heraus.

Glokta atmete lange und langsam aus und rieb sich nachdenklich das Kinn während der Tag herauf zog und die Nachtgeräusche des Dschungels den Geräuschen der tagaktiven Tiere wich. Einzelne Vögel begrüssten den Morgen, Grunzen und Geschnatter antworteten ihnen. Er kniff die Augen zusammen, atmete kurz durch und lief den Hohlweg wieder hinunter in die Siedlung. Ohne jemanden zu sehen verliess er die Siedlung, und bahnte sich einen Weg durch das dichte Grün.
Mad, Bad, and Dangerous To Know.

Re: Blut in der Nacht

#4
Mit einer besorgten Miene öffnete Dakojan die Augen, seine Glieder schmerzen schon seit einiger Zeit. Stunde über Stunde hatte er in Meditation vor dem Hireek-Schrein verbracht doch kein Zeichen war zu vernehmen.
"Is es das was dich weg geführt hat Glokta?" langsam richtete er sich auf "hoffentlich findest ne Antwort mon "

Vielleicht war es eine Prüfung von ihr, wollte sie testen wie stark der Glaube wirklich war?
"Auch ohne Zeichen glauben wa weita" Dakojans Stimme klang entschlossen und so waren auch seine Bewegungen mit denen er die Kerzen auf dem Altar erneut entfachte.

"de andan Bokur sollten hia von erfahren wenn se es nich schon wissen" mit einer letzen Verbeugung verließ der Wandler den Schrein.

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